Autor: Helge Fauskanger - Übs. B. Raßbach
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Blau geschriebene Abschnitte sind abgeändert, um sie an die deutsche Grammatik anzupassen!
Der Instrumental hat grundsätzlich die Endung -nen, Plural -inen, Dual -nten (zumindest im Fall von Hauptwörtern mit einem Nominativ Dual auf -t; Hauptwörter mit Dualformen auf -u könnten vielleicht nur die einfachste Endung -nen an diesen Vokal anhängen). Die Instrumental-Endung wird an Hauptwörter angehängt, um sie als „Instrument“ oder Mittel zu kennzeichnen, mit dem eine Handlung getan oder ausgeführt wird, so wie Elben beschrieben werden als Wörter Bildende ómainen = „mit Stimmen“ (óma „Stimme“). Die Instrumentalendung könnte in etwa unserer Präpositionen „mit“ entsprechen, im Sinne von „mit Hilfe von“. Manchmal markiert die Instrumental-Endung ein Hauptwort und zeigt damit einfach an, was etwas geschehen lässt, so wie uns die erste Zeile des Namárië mitteilt, dass die Blätter súrinen = „im Wind“ fallen. Nach einem passiven Partizip kann ein Hauptwort im Instrumental anzeigen, wer oder was die beschriebene Situation herbeiführte, so wie Túrin beschrieben ist als turún’ ambartanen, „gemeistert durch das Schicksal“.
Verben mit einem unbetonten Vokal + Endung -ta scheinen in der 1. Vergangenheit die Form -tánë zu haben (beachten Sie das lange á) und ihre passiven Partizipien bilden sie auf -nta. Attestierte Beispiele sind airitánë, 1. Vergangenheit von airita- „heiligen“, und envinyanta, passives Partizip von envinyata- „erneuern, heilen“. Diese Verben sind kausative Formen, abgeleitet von Adjektiven mit Hilfe der Endung -ta, so wie airë (airi-) „heilig“ die Grundlage des kausativen Verbs airita- „heilig machen“ = „heiligen“ ist.
Quenya-Imperative werden mit dem Partizip á gekennzeichnet (Variante a, verneint áva „tu nicht“), platziert vor dem Stamm des Verbs: A laita = „preise (tu preisen)!“, á vala „regiere (tu regieren)!“ In diesem grammatikalischen Kontext nimmt der Stamm von Primärverben die Endung -ë an, wie in der verneinten Anordnung áva carë „tu(´s) nicht!“. Einige wenige (alte, fossile?) Befehlsformen ersetzen den imperativen Partikel á oder a durch die ihm entsprechene Endung -a (ela „xxxxxxx“, heca! „bleib weg!“)
Das Wort nai mit der Bedeutung „möge es sein, dass...“ kann an den Anfang eines Satzes gestellt werden, um einen Wunsch auszudrücken: Nai tiruvantes „mögen sie ihn bewachen“ (vgl. tiruvantes „sie werden es bewachen“). In unseren attestierten Beispielen wird nai an den Anfang eines Satzes gestellt, der ein Verb in der Zukunftsform enthält; ob nai auch mit anderen Zeiten kombiniert werden kann, ist unklar.
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| nelya | dritter (Der Originalname des Dritten Clans der Elben war
Nelyar, wörtlich „Dritter, die Dritten“, obwohl der
Eldarinzweig dieses Clans später stattdessen Lindar oder Teleri
genannt wurde [WJ:380, 382].) |
|
á |
Imperativ-Partikel (Variante a, aber wir werden hier á verwenden) |
| áva | tu nicht (d. h. der Imperativ-Partikel, kombiniert mit einer Verneinung. Auch in der Form avá, das einzige attestierte, zweisilbige Wort, von dem wir definitiv wissen, dass es auf der letzten Silbe betont wird [WJ:371] – aber wir werden hier áva verwenden.) |
| rac- | brechen |
| envinyata- | erneuern |
| airita- | heiligen |
| harna- | verwunden (und
das passive Partizip ist augenscheinlich auch harna, definiert als
„wounded“ („verwundet“) unter dem Eintrag skar in den Etymologies. Die adjektivische oder
Partizipform harna "verwundet" ist die ursprüngliche
Ableitung aus der Ur-Wurzel; möglicherweise kam harna- auch als
Verbstamm für „verwunden“ in Gebrauch. Natürlich sollte, wenn dieses
Wort ein regulärer A-Stamm geworden sein sollte, das passive Partizip
dann wohl ?harnaina. Aber die Endung -ina ist einfach eine längere
Variante der Endung -na, die von Anfang an vorhanden ist, und sie
zweimal an dasselbe Wort anzuhängen sollte kaum nötig sein!) |
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namba |
Hammer |
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ehtë |
Speer |
|
yána |
heiliger Platz, Heiligtum |
|
nilmë |
Freundschaft |
|
Rómen |
der Osten (das ró- am Anfang ist eng verwandt mit dem or- des Verbs orta- "sich erheben", da die Sonne im Osten aufgeht.) |
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1. Übersetzen Sie ins Deutsche:
2. Übersetzen Sie in Quenya (und verwenden Sie durchgehend den unabhängigen Imperativ-Partikel anstelle der Endung -a, die möglicherweise nur in fossilen Formen auftaucht):