
(Autor: Helge Fauskanger - Übs: Brigitte Raßbach)
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Blau geschriebene Abschnitte sind abgeändert, um sie an die deutsche Grammatik anzupassen!
Das Quenya-Hauptwort wird für eine Reihe von Fällen gebeugt, zu speziellen Formen des Hauptwortes, die klarstellen, welche Funktion ein Hauptwort in dem Satz hat. Die bis hierher behandelten Formen sind Beispiele für den Nominativ, der verwendet wird, wenn ein Hauptwort das Subjekt oder Objekt eines Satzes ist (ein eigener "Objekt"-Fall, der Akkusativ, tauchte früher einmal auf, kam aber im Quenya des Exils außer Gebrauch). Der Quenya-Genitiv hat die Endung -o (und ersetzt ein finales -a, wo ein solches existiert); die Pluralform ist -on (angehängt an den Nominativ Plural), während duale Genitive die Endung -to erhalten (aber Hauptwörter, deren Nominativ im dualen Plural auf -u endet, haben möglicherweise als duale Genitivform -uo an Stelle von -uto). Das Hauptwort, das dem Genitiv beigeordnet ist, kann entweder davor oder danach stehen; Rúmillo equessi und (i) equessi Rúmilo würden es gleichermaßen tun für "Rúmils Aussagen / die Aussagen Rúmils".
Der Quenya-Genitiv zeigt deutlich Quelle oder Ursprung an (einschließlich früherer Besitzer), aber er deckt auch die meisten Beziehungen zwischen Menschen ab (wie familiäre Verwandtschaften), ebenso wie die Beziehungen zwischen einem Herrscher und den Beherrschten (Völker oder Territiorium). ""Xo Y" oder "Y Xo" können auch Y von X bedeuten in dem Sinn, dass Y ein physischer Teil von X ist, , oder (wenn X im Plural steht) Y ist einer von X. So heißt es von Eärendil, er sei elenîon ancalima, "der Sterne hellster" = "der hellste der Sterne (von, unter den Sternen)". Die Beziehung zwischen einem Ort und etwas, das sich an diesem Ort befindet, kann ebenfalls mit Hilfe des Genitiv ausgedrückt werden: Calaciryo míri "die Juwelen von Calacirya". Ein Genitiv kann auch "von = über, betreffend" ausdrücken, wie in Quenta Silmarillion "die Geschichte der Silmaril (= über die /von den Silmaril)". Des weiteren zieht die Präposition ú "ohne" normalerweise den Genitiv nach sich.
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| cainen | zehn |
| laman (lamn-) | Tier (die Stammform kann auch einfach laman- sein, aber wir werden hier lamn- verwenden) |
| yulma | Tasse, Becher |
| limpë | Wein (in Tolkiens Mythologie war limpë ein spezielles Getränk der Elben oder der Valar - aber in den Etymologies, Eintrag LIP, bringt Tolkien auch in Klammern "Wein", und wir werden hier das Wort in diesem Sinn gebrauchen). |
| rassë | Horn ("especially on living animal, but also applied to mountains" - Etym, entry RAS) |
| toron (torn-) | Bruder |
| Menel | das Firmament, Himmel (wird augenscheinlich nicht in einem religiösen Sinn verwendet, sondern bezieht sich nur auf den realen, physikalischen Himmel. Vgl. Meneltarma "Säulen des Himmels" als Name des zentralen Berges in Númenor. Das Wort Menel ist groß geschrieben und wird offensichtlich als Eigenname behandelt, und braucht folglich keinen Artikel. |
| ulya- | gießen, schütten, strömen (transitive 1. Vergangenheit ulyanë, intransitiv ullë) |
| sírë | Fluß |
| cilya | Spalte, Kluft (auch cirya, wie in Calacirya "Pass des Lichtes" oder "Lichtspalte", ein Name, der in einigen Texten auch als Calacilya auftaucht - aber da cirya auch "Schiff" bedeutet, werden wir hier cilya verwenden) |
| anto | Mund (steht möglicherweise für früheres amatô, amto; wenn ja, kommt es wahrscheinlich aus der selben Wurzel wie das Verb mat- "essen") |
| ú | Präposition "ohne" (normalerweise gefolgt vom Genitiv) |
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1. Übersetzen Sie ins Deutsche:
Hirnentë i firin ohtaro macil.
Menelo
eleni sílar.
Tirnen i nisso hendu.
Cenuvantë
Aran Atanion ar ilyë nórion.
Coa ú talamion umë anwa coa.
I tário
úmië torni merir turë Ambaro lier.
I
rassi i lamnion nar altë.
I cainen rávi lintavë manter i rocco hrávë.
2. Übersetzen Sie in Quenya: